Schwermetalle & toxische Elemente in medizinischen Implantaten – Risiken im Überblick

Schwermetalle & toxische Elemente in medizinischen Implantaten – Risiken im Überblick

Schwermetalle & toxische Elemente in medizinischen Implantaten – Risiken im Überblick

Medizinische Implantate wie Brustimplantate, Zahnimplantate oder Hüftprothesen sollen Lebensqualität verbessern. Doch immer mehr Studien zeigen, dass sich Metalle und Materialien aus Implantaten im Körper lösen können – mit teils schwerwiegenden Folgen.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Welche Metalle in Implantaten vorkommen

  • Welche Gesundheitsrisiken bestehen

  • Wie man Belastungen erkennen kann

 

Platin in Brustimplantaten – nachgewiesene Migration

  • Hintergrund: Platin wird bei der Herstellung von Silikonimplantaten als Katalysator eingesetzt.
  • Problem: Studien zeigen, dass Platin in ionisierter Form austreten und in Blut, Urin, Haaren, Nägeln und Lymphknoten nachweisbar sein kann.
  • Risiken: Neurologische Symptome, chronische Entzündungen, Bindegewebserkrankungen.
  • Tipp: Haarmineralanalyse oder Nagelmineralanalyse zur Belastungskontrolle.

 

Titan in Zahnimplantaten – wirklich biokompatibel?

  • Hintergrund: Titan gilt als sicher, kann aber korrodieren und Partikel freisetzen.
  • Problem: Titanoxide gelangen ins Blut oder Lymphsystem.
  • Risiken: Periimplantitis (Entzündung), Autoimmunreaktionen, chronische Erschöpfung.
  • Tipp: Bluttest zur Abklärung einer Titanunverträglichkeit, zusätzlich Haar- oder Nagelmineralanalyse zur Erkennung einer möglichen Titanbelastung.

 

Nickel in Hüftprothesen – Allergien & Entzündungen

  • Hintergrund: Nickel ist ein starkes Allergen, trotzdem in vielen Legierungen enthalten.
  • Problem: Abrieb oder Korrosion setzen Nickel frei.
  • Risiken: Hautausschläge, Ekzeme, chronische Entzündungen, Immunsystembelastung.
  • Tipp: Allergietest vor Implantation empfehlenswert.

 

Chrom & Kobalt in Gelenkprothesen – toxische Effekte

  • Hintergrund: Chrom-Kobalt-Legierungen in Hüftprothesen sind langlebig, aber problematisch.
  • Problem: Metallabrieb → Ionen gelangen ins Blut.
  • Risiken:
    • Kobaltvergiftung (Tremor, Gedächtnisstörungen)
    • Chrombelastung (potenziell krebserregend)
    • Müdigkeit & Muskelschmerzen
  • Nachweis: Bluttests, ergänzend Haar- und Nagelanalysen zur Langzeitbelastung.

Quecksilber in Amalgamfüllungen – ein altes Problem

  • Hintergrund: Amalgam besteht zu 50 % aus Quecksilber.
  • Problem: Langsame Verdampfung → Aufnahme über Atemwege.
  • Risiken: Neurologische Symptome, Leberschäden, hormonelle Dysbalancen.
  • Status: In vielen Ländern verboten (z. B. Schweden, Norwegen).

 

Silizium aus Brustimplantaten – mögliche Autoimmunreaktionen

  • Hintergrund: Silikon kann durch Mikrorisse in den Körper gelangen.
  • Problem: Fremdpartikel → Immunreaktionen.
  • Risiken: Fibromyalgie, chronische Müdigkeit, Autoimmunerkrankungen, selten BIA-ALCL (Lymphom).
  • Tipp: Haar- oder Nagelmineralanalyse kann Hinweise auf Silikon- bzw. Metallbelastung liefern.

 

Fazit: Implantate sind nicht immer risikofrei

  • Viele Metalle & Materialien können sich im Körper lösen.
  • Häufig betroffen: Titan, Nickel, Chrom-Kobalt-Legierungen & Quecksilber.
  • Symptome: Entzündungen, Allergien, neurologische Probleme, chronische Müdigkeit.
  • Bluttests sowie Haar- und Nagelmineralanalysen helfen, Belastungen nachzuweisen.

Tipp: Wer Implantate trägt und ungeklärte Beschwerden hat, sollte eine mögliche Schwermetall-Belastung prüfen lassen.