Kann Bier Osteoporose verhindern?

Kann Bier Osteoporose verhindern?

Silizium ist ein wichtiger Bestandteil zur Steigerung der Knochenmineraldichte. Biere mit hohem Gehalt an gemĂ€lzter Gerste und Hopfen sind reich an Silizium. Forscher* der Abteilung Food Science & Technology an der UniversitĂ€t Kalifornien untersuchten die kommerzielle Bierproduktion, um den Zusammenhang zwischen den Herstellungsmethoden von Bier und dem daraus resultierenden Siliziumgehalt zu bestimmen. Sie kamen zu dem Schluss, dass Bier eine reiche Quelle fĂŒr diĂ€tetisches Silizium ist.

Sie haben eine breite Palette von Biersorten auf ihren Siliziumgehalt, den Einfluss von Rohstoffen und den Brauprozess untersucht. Das Mineral Silizium ist in der löslichen Form von Orthosilicic SĂ€ure (OSA) im Bier enthalten. Es besitzt eine 50% BioverfĂŒgbarkeit und macht Bier zu einem wichtigen Faktor fĂŒr die Siliziumaufnahme in der westlichen ErnĂ€hrung. Nach Angaben des National Institutes of Health, scheint Bier ein wichtiger Faktor fĂŒr das Wachstum und die Entwicklung von Knochen und Bindegewebe zu sein. Basierend auf diesen Erkenntnissen deuten einige Studien darauf hin, dass ein moderater Bierkonsum zur BekĂ€mpfung der Osteoporose beitragen kann.

Die Forscher untersuchten eine Vielzahl von Rohstoffproben und fanden wĂ€hrend des MĂ€lzereiprozesses kaum VerĂ€nderungen im Siliziumgehalt der Gerste. Die Malze mit einem höheren Siliziumgehalt sind blass gefĂ€rbt, die dunkleren Produkte haben einen geringeren Siliziumgehalt. Die analysierten Hopfenproben zeigten ĂŒberraschend hohe Siliziumgehalte mit bis zu viermal mehr Silizium als in der Gerste. Hopfen wird jedoch ausnahmslos in einer viel kleineren Menge als Getreide verwendet. Hochgehopfte Biere dĂŒrften jedoch höhere Siliziumwerte enthalten.

Die Studie testete 100 kommerzielle Biere auf Siliziumgehalt und kategorisierte die Daten nach Bierstil und Quelle. Der durchschnittliche Siliziumgehalt der untersuchten Biere betrug 6,4 bis 56,5 mg/L. Weizenbiere enthielten weniger Silizium als Gerstenbiere, da die Gerstenschale reicher an diesem Element ist.

*https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/jsfa.3884