HAARAUSFALL- STÖRUNGEN IM MINERALHAUSHALT

HAARAUSFALL- STÖRUNGEN IM MINERALHAUSHALT

Eisen, Zink, Kupfer, Selen, Silizium, Magnesium und Calcium stellen wesentliche Mineralstoffe für die Struktur und das Wachstum des Haares dar. Ein Mangel an diesen Mineralien kann zu Haarausfall oder einem diffusen Effluvium führen. Obwohl Selen für das gesunde Haarwachstum zwingend benötigt wird, führt eine zu hohe Dosierung zu Haarausfall (Selentoxizität). Um ein gesundes Haarwachstum zu erreichen, ist es daher sehr wichtig Mineralmängel auszugleichen aber Spurenelemente in nicht zu hoher Dosierung zuzuführen. Aufschluss hierüber können insbesondere Haarmineralanalysen geben. Aufgrund ähnlicher Strukturen und Mineralstoffzusammensetzungen von Haaren und Nägeln ist bei Haarausfall auch eine Nagelmineralanalyse geeignet.
Eine gesteigerte Aufmerksamkeit bei Haarausfall (Alopezie) kommt in den letzten Jahrzehnten auch nichtmetallischen Toxinen und Schwermetallbelastungen zu. Hier sind vor allem Belastungen mit Quecksilber, Cadmium, Arsen und Blei zu nennen. Schwermetalle können durch viele Mechanismen Haarausfall hervorrufen. So werden die toxischen Wirkungen auf die Haarwurzeln durch synergistische Wechselwirkungen mit anderen Schwermetallen unterstützt.

Darüber hinaus kann der Haarausfall, der mit einer Schwermetalltoxizität einhergeht, auch auf einen relativen Zinkmangel zurückzuführen sein. Schwermetalle konkurrieren mit Zink als Cofaktor eines Enzyms das am Haarfollikelzyklus und am Haarwachstum beteiligt ist. Zusätzlich zum Zinkmangel können auch eine Reihe wichtiger Eisen-abhängiger Stoffwechselschritte durch Schwermetalle inhibiert werden und letztendlich zum Haarverlust führen. Auch hier eignet sich eine Haar- oder Nagelmineralanalyse zur Bestimmung der toxischen Belastung sehr gut.

Blutspiegel sind jedoch weniger aufschlussreich, da sie trotz chronischer Toxizität häufig normal sein können. Schwermetalle werden in erster Linie in den Geweben abgelagert, sodass nach kurzer Zeit nur minimale Mengen im Blut verbleiben. Haarfollikel mit ihrer hohen proliferativen und metabolischen Aktivität reagieren sehr empfindlich auf eine Reduktion des Angebotes an Mineralien und Spurenelementen. Ein Mangel an diesen Elementen kann zu diffusem aber auch starkem Haarverlust führen. So ist Eisenmangel bei Frauen mit diffusem Haarausfall häufig.

NUN ZU DEN MINERALIEN, DIE DAS HAARWACHSTUM UND DEN HAARZYKLUS MASSGEBLICH BEEINFLUSSEN:

EISEN

Studien haben gezeigt, dass viele Frauen mit Haarausfall auch an Eisenmangel leiden. Eisen (Hämoglobin) liefert Energie an Zellen, die einer Teilung und Differenzierung unterliegen und so zur Haarproduktion führen. Außerdem beeinflusst Eisen die Wirkung von Enzymen, die für den Haaraufbau und die Wachstumsrate verantwortlich sind.

ZINK

Niedrige Zinkspiegel korrelieren häufig mit androgenetischem Haarausfall, kreisrundem Haarausfall und diffusem Haarausfall. Eine Studie des Necker-Hospitals zeigte, dass Zink die schädliche Testosteronwirkung in den Haarwurzeln teilweise unterdrücken kann (Umwandlung von Testosteron in DHT). Außerdem schützt Zink die Haarwurzeln vor Angriffen des Immunsystems bei Autoimmunerkrankungen.

KUPFER

Kupfer trägt zur Stärkung des Haares bei, indem es das Wachstum der hornartigen Struktur beeinflusst. Ein Kupfermangel kann zu verminderter Festigkeit und Elastizität des Haares führen.

SELEN

Selenmangel kann zu Haarausfall (Alopezie) und Pseudoalbinismus (Pigmentverlust der Haare) führen. Nach Selentherapien besserten sich die Selenspiegel im Körper und die oben genannten Symptome verschwanden. Auch zeigte eine Studie, dass unter einer Selensupplementierung der Haarausfall bei einer Chemotherapie signifikant abnahm. Die Haarselenwerte sollten in einem Bereich von 0,5 bis 1,5 mg/kg liegen. Die empfohlene Tagesdosis für Selen beträgt 55 µg (Personen ab 14 Jahren, amerikanische Bevölkerungsgruppe). Die tägliche Einnahme von Selen in einer Menge von mehr als 400 µg kann zu Toxizität und damit zu schwerem Haarausfall führen. Deshalb Vorsicht bei unkontrollierten Supplementierungen von Selen!

SILIZIUM

Die tägliche Einnahme von Silizium verbessert die Haarqualität und sorgt für eine Zunahme der Haardicke. Auch sollen, nach russischen Studien, Silizium-Therapien den Haarausfall verlangsamen können. Shampos, die organisches Silizium enthielten, waren in der Lage das Haarneuwachstum anzuregen und den Haarausfall zu stoppen. Eine Studie am Universitätsklinikum Hamburg bewies, dass die Einnahme von Kieselsäure die Haardicke von Frauen mit dünnem Haar deutlich verbesserte.

MAGNESIUM

Magnesium, das an der Proteintransformation teilnimmt, ist für die Teilung, das Wachstum und die Reifung von Haarzellen verantwortlich. Es hat Anteil an immunologischen Reaktionen und schützt vor Entzündungszuständen an den Haarwurzeln. Ein Mangel an Magnesium kann dadurch direkt oder indirekt zum Haarausfall beitragen.

CALCIUM

Calcium ist auch ein Mineralstoff, der für die Gesundheit des Haares eine große Bedeutung besitzt. Insbesondere bei Frauen ab 50 Jahren kann man einen Calciummangel feststellen, da die Calciumaufnahme in dieser Altersgruppe oftmals erniedrigt ist. Dieser Mangel macht eine zusätzliche Nahrungsaufnahme von bis zu 300 mg erforderlich. Die empfohlene Aufnahme von 1000 mg für jüngere Erwachsene sollte daher auf bis zu 1300 mg angepasst werden.

HAARAUSFALL UND HAARMINERALANALYSE

Bei Haarausfall spielen Störungen im Mineralhaushalt und im Mineralstoffwechsel eine Schlüsselrolle. Über- und Unterdosierungen an Mineralstoffen als auch Schwermetallbelastungen können Haarausfall verursachen. Um einen genauen Überblick zum Mineralstatus im Haar zu erhalten, sollten Haar- oder Nagelmineralanalysen Anwendung finden. Hier bietet sich besonders der MINERAL-CHECK COMPLEX an. Er zeigt von den wichtigen Mineralstoffen des Haares Über- und Unterdosierungen aber auch Schwermetallbelastungen an. So kann man gezielt Mineralstoffe für die Haargesundheit substituieren und muß keine Überdosierungen wie im Falle des Selens fürchten. Für diese Mineralanalyse eignet sich die Probennahme von Haar, als auch die von geschnittenen Fingernägeln. Beide Gewebe zählen zu den Hautanhangsgebilden und weisen ähnliche Strukturen und Mineralzusammensetzungen auf.

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Quellenangaben und weiterführende Literatur:

The Role of Vitamins and Minerals in Hair Loss: A Review. Dermatol Ther (Heidelb) 2019 Mar; 9(1): 51-70

Nutrition of women with hair loss problem during the period of menopause. Prz Menopauzalny. 2016 Mar; 15(1): 56-61

Use of Silicon for skin and hair care: an approach of chemical forms available and efficacy. An Bras Dermatol. 2016;91(3):331-5

Possible Relationship between Chronic Telogen Effluvium and Changes in Lead, Cadmium, Zinc, and Iron Total Blood Levels in Females: A Case-Control Study Int J Trichology. 2015 Jul-Sep; 7(3): 100-106